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Gutscheine, Gutscheine, Gutscheine

Nach dem Black Friday und der Black Week hat so gut wie jeder erkannt, dass Gutscheine das Zentrum aller Marketing- und Sales-Aktivitäten in Online-Shops sind. Diese fokussieren Ihre Sales-Aktivitäten normalerweise in ihren Warenkörben und die Kunden sehen ihren Rabatt nach der Einlösung eines Gutscheincodes.

Macht es wirklich Sinn, jede Woche neue Gutscheine z.B. in Newslettern anzubieten? Lesen Sie mehr in diesem Artikel über Gutscheine, Gutscheine, Gutscheine.

Gutscheine sind de facto ein Standard

Heutzutage sind Kunden an Gutscheine gewöhnt. Die Online-Shop-Betreiber haben ihren Kunden beigebracht, Gutscheine in nahezu jeder Bestellung zu verwenden. Für viele E-Commerce-Kunden ist die Eingabe eines Gutscheincodes im Warenkorb ganz alltäglich. Wenn Sie einen Rabatt sehen, dann denken sie an Gutscheine. Einige von ihnen bestellen in einem Online-Shop ausschließlich dann, wenn ein Gutschein verfügbar ist. Deshalb prüfen Sie diverse Deal- und Gutschein-Websites bevor Sie eine Bestellung durchführen. Ist keiner verfügbar, dann bestellen einige dieser Kunden noch nicht einmal.

Deshalb kann es durchaus Sinn machen, regelmäßig Gutscheine in Verbindung mit Sales-Aktivitäten anzubieten. Aber dieser „Gewöhnungseffekt“ ist auch eine große Chance für Online-Shop-Betreiber neue Wege zu finden, Rabatte sinnvoll zu bewerben

Gutscheinarten

Gutscheine mit festem Wert

Die erste und einfachste Gutscheinart sind Gutscheine mit einem festen Wert. Sehr einfach, weil Sie diese einfach im Warenkorb verwenden können – unabhängig von den Inhalten in Ihrem Warenkorb. Gutscheine mit festem Wert werden wie folgt berechnet:

Bestellartikel 1              55,00 €
Bestellartikel 2              60,00 €
-------------------------------------
Subtotal                     115,00 €
Gutschein mit festem Wert     10,00 €
-------------------------------------
Gesamtsumme                  105,00 €

Prozentuale Gutscheine für den ganzen Warenkorb

Prozentuale Gutscheine für den ganzen Warenkorb sind auch eine üblich genutzte Gutscheinart. Wenn der Gutschein im Warenkorb eingegeben wird, dann wird der prozentuale Rabatt abhängig vom Inhalt Ihres Warenkorbs berechnet. Eine Beispielrechnung:

Bestellartikel 1              55,00 €
Bestellartikel 2              60,00 €
-------------------------------------
Zwischensumme                115,00 €
Gutschein 10 %                11,50 €
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Gesamtsumme                  103,50 €

Prozentuale Gutscheine für bestimmte Bestellartikel oder spezielle Konditionen

Ein weiterer sehr üblicher Weg der Shop-Betreiber ist, die Gutscheincodes kombiniert mit speziellen Konditionen anzubieten. Diese Konditionen können z.B. sein:

  • Ein Mindestbestellwert
  • Ein prozentualer Rabatt, der nur für bestimmte Bestellartikel genutzt werden kann
  • Der Tageszeitpunkt

Betrachten wir die Beispielrechnung von oben und nehmen wir an, dass der Gutscheincode nur für den ersten Bestellartikel gültig ist:

Bestellartikel 1             55,00 €
Bestellartikel 2             60,00 €
------------------------------------
Subtotal                    115,00 €
Gutschein 10 % Artikel 1      5,50 €
------------------------------------
Gesamtsumme                 109,50 €

Wie Sie in dieser Beispielrechnung sehen können: diese Gutscheinart ist viel komplizierter für die Kunden, aber großartig zur Bewerbung der Angebote für Shop-Betreiber. Spezielle Konditionen werden üblicherweise nur in den Fußnoten in den Gutscheinbedingungen durch ein „*“ referenziert.

Probleme für die Kunden

Der berühmte Black Friday ist ein großartiges Beispiel: nur 76 % der „reduzierten“ Angebote enthalten tatsächlich einen Rabatt. Jedes 4. Produkt also wird eigentlich zu den normalen Konditionen oder sogar einem höheren Preis verkauft. Viele Angebote waren gefälscht und die Streichpreise haben einfach nur auf einen angehobenen Originalpreis referenziert.

Als Kunde, der Massenprodukte kauft, müssen Sie wirklich sehr genau aufpassen, um die aktuellen Preise zu erkennen. Sie sind gezwungen die Preise auf Plattformen wie Google Shopping zu vergleichen, um wirklich sicherzugehen, dass ein Preis, der durch einen Gutschein reduziert wurde, tatsächlich der beste Preis auf dem Markt ist. Zusätzlich erscheinen Gutscheine nicht unbedingt in Plattformen wie Google Shopping. Dort sehen Sie nur die Preise und die Streichpreise, da ein Gutschein erst im Warenkorb eingegeben wird. Deshalb müssen Sie viel Browsing-Zeit aufwenden, um in den verschiedenen Online-Shops und Deal-Seiten den besten Preis und den besten Gutschein zu finden.

Probleme für Shop-Betreiber

Schlechte Margen

Die Gesamt-Marge von Online-Shops, die durchgehend Gutscheine anbieten, ist viel kleiner als bei Online-Shops mit unregelmäßigen Sales-Aktivitäten. Viele kleine Shops haben sich mit zu exzessivem Anbieten von Gutscheinen ruiniert. Die Gutscheine zerstörten ihre Marge und es wurden zu viele Artikel mit zu hohem Rabatt verkauft. Das Ergebnis: aufgrund der gestiegenen Anzahl der Bestellungen und der niedrigen Marge konnten Nachbestellungen nicht mehr ausgeführt werden, da kein Geld mehr übrig war um das Lager wieder aufzufüllen

Keine Bestellung mehr ohne Gutschein

Kunden gewöhnen sich wirklich sehr schnell an die Verwendung von Gutscheinen. Viele Kunden, die einmal einen Gutscheincode verwendet haben, werden bei allen zukünftigen Bestellungen nach weiteren Gutscheinen suchen. Einige von ihnen werden sogar warten bis der nächste Gutschein verfügbar ist, anstatt die Bestellung abzuschließen. Das kann in unzufriedenen Kunden resultieren, die auf Gutscheine warten, die aber vielleicht nie mehr kommen werden. Und der Kunde ist verloren.

Echte Rabatte anbieten?

Auch sehr häufig bieten Online-Shop-Betreiber eine Reduzierung basierend auf einem erhöhten Preis an. So führen sie ihre Kunden hinters Licht und wenn die Kunden das bemerken, dann werden sie für immer verloren sein.

Wie konnte es soweit kommen?

Es gibt unzählige kleine Online-Shops da draußen. In Europa und Amerika konkurrieren diese Online-Shops mit großen Marktplätzen wie Amazon oder verkaufen ihre Produkte sogar selbst auf diesen Marktplätzen. Da diese Marktplatz-Riesen den Marktpreis bestimmen und in die Preisführerschaft für Massenprodukte gehen, müssen auch die kleinen und mittelständischen Online-Shops, die keine eigenen einzigartigen Produkte verkaufen, deren Preisen und Rabatten folgen. Gutscheine sind ein zentraler Weg, um das zu tun und mit den Marktführern in Konkurrenz zu gehen.

Rabattschlachten sind für beide, Shop-Betreiber und Kunden, ein riesengroßes Problem und wirklich anstrengend. Es wird höchste Zeit, dass etwas bahnbrechend Neues erfunden wird. Wir freuen uns wirklich sehr darauf zu sehen, welche nächste innovative Idee sich als Gutschein-Alternative durchsetzen kann.

MichaelGutscheine, Gutscheine, Gutscheine